“Zahnfreundlich” und das Qualitätssiegel “Zahnmännchen” haben eine weitere wichtige Voraussetzung der EU Health-Claims-Verordnung erfüllt: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA, European Food Safety Authority) veröffentlichte am vergangenen Donnerstag, 30. Juni 2011, ein positives Gutachten über die gesundheitsbezogenen Angaben zu “zahnfreundlich” und damit zum “Zahnmännchen”. Dieses Qualitätssignet zeichnet Nahrungsmittel und Getränke aus, die nachgewiesenermaßen keine Zahnschäden verursachen, weder kariogen noch erosiv sind. Das wissenschaftliche Gutachten der EFSA ist die Grundlage für die weitere Verwendung des seit 1982 eingetragenen Markenzeichens “Zahnmännchen”.

Das Qualitätssiegel „Zahnmännchen“ in Verbindung mit dem erläuternden Begriff “zahnfreundlich” zeichnet seit über 20 Jahren Nahrungsmittel aus, die weder vergärbare Kohlenhydrate noch zahnschädigende Fruchtsäure-Konzentrationen enthalten. Erfreut und erleichtert haben Dr. Albert Bär, Direktor von Toothfriendly International (Basel/CH), der Dachorganisation der deutschen Aktion zahnfreundlich e. V. (Berlin), und deren 1. Vorsitzender Prof. Dr. Stefan Zimmer, die positiven Bewertungen und damit die wissenschaftlich begründete Unterstützung der EFSA zur Kenntnis genommen. Denn mit der Begründung, dass die Vorteile der Toothfriendly-Lebensmittel nicht den EFSA-Richtlinien entsprechen – sie setzen eine aktive Wirkung von Inhaltsstoffen voraus – hatte sich die EFSA zunächst geweigert, zu „zahnfreundlich” eine Bewertung der gesundheitsbezogenen Angaben vorzunehmen. “Offensichtlich hat die EFSA nunmehr eine sehr clevere, wenn auch etwas komplizierte Lösung für das Problem gefunden” so Dr. Bär. In ihrem Bericht bezieht sich die EFSA aber auch darauf, dass die FDA (Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln in den USA) die gesundheitsbezogenen Angaben zu “Toothfriendly” bereits seit 1997 akzeptiert hat.

Wissenschaftliche Tests sichern die Zahnfreundlichkeit

“Für die Auszeichnung mit dem ‘Zahnmännchen’ dürfen Lebensmittel während des Verzehrs und bis zu 30 Minuten danach den kritischen pH-Wert im Zahnbelag von 5,7 nicht unterschreiten. Außerdem dürfen die enthaltenen Frucht- oder sonstigen Säuren keine zahnschädigenden Konzentrationen erreichen (nicht mehr als 40 µmol H+ x min)”, betont Prof. Zimmer, Leiter der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin und Wissenschaftlicher Direktor der Universität Witten/Herdecke.

Die erforderlichen Tests zur Überprüfung dieser Kriterien werden mit freiwilligen Versuchspersonen durchgeführt. Drei Universitätsinstitute (eines in der Schweiz und zwei in Deutschland) haben das für solche Tests notwendige Equipment. Ein viertes Testinstitut wird noch dieses Jahr in Peking eröffnet.

Das Qualitätssiegel “Zahnmännchen” wird weltweit von Toothfriendly International per Lizenz an Hersteller von Nahrungsmitteln zur Auszeichnung der getesteten Produkte sowie für die Werbung vergeben. Sowohl die internationale Organisation als auch die deutsche Aktion zahnfreundlich sind Neon-Profit-Organisationen. Mit weit über 650 persönlichen Mitgliedern stellt Deutschland den stärksten gemeinnützig arbeitenden Verein innerhalb der internationalen Organisation.

Führende Süßwarenhersteller verwenden das Siegel “Toothfriendly” bereits seit über zwanzig Jahren auf Produkten in der ganzen Welt, allein in Deutschland sind weit über 100 auf dem Markt. Für die Verbraucher ist das Zahnmännchen eine wertvolle Information und Entscheidungshilfe. Es gibt ihnen die Sicherheit, Kaugummis, Süßigkeiten und Schokoladen mit wissenschaftlich nachgewiesenen Vorteilen zu genießen: Sie verursachen keine Zahnschäden.

Die Gutachten der EFSA sind hier einsehbar:
http://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/doc/2229.pdf
http://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/doc/2076.pdf