Die Aktion Zahnfreundlich e. V. und das Zahnmännchen


Sie ist aktiv und geprägt von der Wissenschaft. Er ist sympathisch und optimistisch. Sie weiss immer, worüber sie spricht und engagiert sich ausgesprochen ambitioniert für ihn. Dafür dankt er mit Zuverlässigkeit, hält garantiert was er verspricht und jeder, der ihn sieht, weiss auch ohne Worte sofort was er meint. Seit 30 Jahren gehören beide zusammen und es ist eigentlich schade, dass sie keine Menschen sind, er “nur” eine Marke ist und sie ein Verein. Aber wahrscheinlich sind sie deshalb so erfolgreich und hört man auf sie, wenn es um ihr Thema, die Zahngesundheit, geht. Um diese zu verbessern, hat sie – die Aktion Zahnfreundlich – sich ihn – das Zahnmännchen – 1985 aus der Schweiz nach Deutschland geholt. Und während er heute “Chef”eines weltweit arbeitenden zahnfreundlichen Netzwerkes ist, hat sie zu Hause dafür gesorgt, dass die zahnfreundliche Familie auf knapp 700 Mitglieder anwachsen konnte.

Eigentlich beginnt die Geschichte des Zahnmännchens mit dem “Loch im Zahn”, der Karies. Oder richtiger gesagt – mit der Kariesprophylaxe. Denn ohne die Forschungsergebnisse zur Kariesentstehung und –verhütung und ohne den absoluten Willen international anerkannter Karies-Experten gäbe es heute weder die national arbeitenden Vereine in Deutschland, der Schweiz, in der Türkei, Japan, China, Thailand und Korea, noch die Dachorganisation Toothfriendly International (Basel, CH) oder das bereits 1981 kreierte Zahnmännchen.

Von Anfang an stand die Wissenschaft Pate
Zuckerfreie Produkte gab es schon lange, als es Schweizer Wissenschaftlern 1982 gelang, die ersten Rohstoff- und Süßwarenhersteller von der Notwendigkeit einer Aufklärungsinitiative für zahnfreundliche Süßigkeiten zu überzeugen. Gemeinsam mit ihnen legten sie den Grundstein für die heute weltweit arbeitenden Toothfriendly Organisationen. Zukunftsorientiert setzten sie wissenschaftlich anerkannte Prüfungen als Voraussetzung für die Vergabe des Qualitätssignets Zahnmännchen fest, die das Vertrauen in die Marke und ihren Wert bis heute ausmachen. Den Gründungsvätern der Aktion Zahnfreundlich in Deutschland, Friedrich Römer (Darmstadt) und Prof. Dr. Friedrich Gehring (Würzburg) ist es zu verdanken, dass nicht nur der Begriff zahnfreundlich seit 1990 lebensmittelrechtlich anerkannt ist, sondern dem Verein auch die Gemeinnützigkeit zugesprochen wurde.

Doch ‘Zuckerfreiheit’ oder die Auslobung zahnschonend bzw. zahnfreundlich alleine reichen bei Weitem nicht für eine Auszeichnung mit dem Zahnmännchen aus: Um das kariogene Potenzial von Nahrungsmitteln zu prüfen, ist die intraorale Plaque-pH-Telemetrie bis heute die einzige Methode, die in vivo eine zuverlässige pH-Messung unter einer in der Mundhöhle natürlich entstandenen Plaque ermöglicht. Lediglich drei unabhängige zahnärztliche Universitätsinstitute – Zürich (CH), Witten/Herdecke (D) und Sendai (Japan) – sind derzeit in der Lage, diese Tests auf einem zertifizierten Niveau durchzuführen.
Hinter diesem wohl ersten Qualitätssignet für anspruchsvolle Lebensmittel steht aber auch eine hoch entwickelte Lebensmitteltechnologie. Mit deren Hilfe werden auch in Deutschland seit 30 Jahren zahnfreundliche Produkte hergestellt, die den zuckerhaltigen geschmacklich in nichts nachstehen.

Aktiv für die Zahn- und Mundgesundheit
Seit drei Jahrzehnten dient die Marke Zahnmännchen den Verbrauchern als Garantie und als Orientierungshilfe. Denn dieses Signet garantiert ihnen, dass damit ausgezeichnete Produkte weder Karies noch Erosionen an der Zahnoberfläche verursachen. Genau deshalb dient das Zahnmännchen auch den Unternehmen, die ihre Produkte nach sehr strengen Kriterien wissenschaftlich testen und auszeichnen lassen.
Weil Kariesprophylaxe beim ersten Milchzahn mit der Zahnpflege und dem bewussten Umgang mit Zucker beginnt, fängt auch die Aufklärungsarbeit aller zahnfreundlichen Organisationen bei jungen Eltern an, setzt sich in Kindergärten und Schulen fort und wird durch die Kooperation mit Zahnarztpraxen und Prophylaxefachkräften, mit Universitäten und Fortbildungsinstituten abgerundet. Dabei engagieren sich die Vereine insbesondere für zahnfreundliche Ernährung, fördern die Zahnpflege und steigern die Bekanntheit der Marke durch eine Vielzahl von Aktivitäten, zu denen auch die Präsenz auf internationalen Fachkongressen und Messen gehört.
Längst ist das Qualitätssignet über seine ursprünglich “süssen” Aufgaben hinausgewachsen, ist auf Materialien für Präventionsmassnahmen und –schulungen ebenso zu sehen wie auf Zahnpflegemitteln (seit 2005), auf Babytees und Beruhigungssaugern (seit 2008).

Neue Website zum 30-Jährigen
Seit Gründung der Aktion Zahnfreundlich in Deutschland sind ihre Ziele unverändert: Verbesserung der Zahn- und Mundgesundheit und Förderung einer zahngesunden Ernährung. Geändert haben sich dagegen die Mitgliedsfirmen, die ihre Marken zunehmend international pflegen. Und damit ändert sich auch immer mal wieder die Palette vor allem der zahnfreundlichen Süßigkeiten. Sie sind auch heute noch mit über 100 ausgezeichneten Bonbons, Schokoladen, Zahnpflege-Kaugummis, Gummitierchen und Pastillen die Stars des zahnfreundlichen Angebots.
Innerhalb des internationalen Netzwerkes zählt der Berliner Verein mit fast 700 persönlichen und über 20 Firmenmitgliedern zu den aktivisten Organisationen. Das beweist letztlich auch eine Marktforschung aus dem Jahr 2012, nach der jeder zweite Bundesbürger das “Zahnmännchen” kennt und über 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen wissen, dass dieses Signet für gesunde Zähne steht. Um seine Popularität noch weiter auszubauen, wird pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum auch eine völlig neu gestaltete Website an den Start gehen und online sein.
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