Ob Adeles “Hello” oder “Atemlos” von Helene Fischer: Immer wieder gibt es Melodien, die nur schwer aus unseren Köpfen zu vertreiben sind. Doch wie das GEO-Magazin (Ausgabe 12/15) berichtet, ist anscheinend gegen Ohrwürmer ein Kraut gewachsen: Der Genuss von Kaugummis.

Wie die Autoren schreiben, sind vermutlich bestimmte Hirnareale sowohl bei der Entstehung von Ohrwürmern als auch an Artikulation und Kieferbewegungen beteiligt. Bei gleichzeitigem Kauen und dem unfreiwilligen Erinnern eingängiger Songs lässt sich die musikalische Dauerschleife aus dem Kopf bekommen. Die Kauaktivität beanspruchte die Hirnregionen so stark, dass selbst mentale Tricks zur Beendigung der Endloslieder weniger effektiv waren.

Des Weiteren gelang es den Forschern erstmals Menschen zu identifizieren, die aufgrund ihrer besonderen Hirnanatomie eine erhöhte Anfälligkeit für Ohrwürmer aufwiesen. Die Betroffenen haben in wichtigen Hörzentren eine relativ dünne Hirnrinde: die so genannte rechte Heschl’sche Querwindung und die rechte untere Stirnwindung zeigen diese Besonderheit. Musikeindrücke lassen sich anscheinend umso besser ausblenden, je mehr Hirngewebe in diesen Bereichen zu finden ist.