Über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland kennt das “Zahnmännchen”. Ganz besonders populär ist das Qualitätssignet für zahnfreundliche Süßigkeiten und Getränke bei den 14- bis 29-Jährigen: Mit 82 Prozent erreicht das Logo speziell in dieser Altersgruppe geradezu einen Traumwert in Sachen Bekanntheit. Das zeigen Teilergebnisse einer aktuellen Studie von AXA in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stefan Zimmer von der Universität Witten/Herdecke (UW/H).

Im Rahmen einer kürzlich in Kooperation mit Prof. Zimmer (UW/H) durchgeführten Studie von AXA wurde der Bekanntheitsgrad des “Zahnmännchen” in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen exakt unter die Lupe genommen. Die erfreulichen Ergebnisse: Jeder zweite Bundesbürger (55 Prozent) kennt dieses Qualitätssignet, das seit 1985 vor allem Süßigkeiten, Kaugummi und Getränke, aber auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel auszeichnet, die weder Karies noch Erosionsschäden an den Zähnen verursachen. Besonders beachtenswert ist, dass 82 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen und 61 Prozent der 30- bis 49-Jährigen den freundlichen Zahn mit Schirm kennen. Einen ähnlich hohen Bekanntheitsgrad (63 Prozent) erreicht das Zahnfreundlich-Logo auch bei der weiblichen Bevölkerung, während bei den Männern nur 46 Prozent angaben, das Qualitätssignet zu kennen.

Ähnliche Zahlen zeigen sich bei den Befragten mit unterschiedlichem Bildungsniveau: Während 64 Prozent der Studienbeteiligten mit Abitur bzw. Hochschulabschluss das Logo kennen, ist es bei den Teilnehmern mit mittlerem Schulabschluss exakt bei der Hälfte (50 Prozent) und bei den Befragten mit Hauptschulabschluss bei 48 Prozent bekannt.

Jung, meist weiblich und gebildet

“Es sind insbesondere die Jüngeren, meist Frauen und gut Gebildete, die nicht nur einen Kontext zwischen Zahngesundheit und Zahnpflege sehen, sondern auch den Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und Ernährung”, fasst Prof. Zimmer, Inhaber des Lehrstuhls für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der UW/H und 1. Vorsitzender der Aktion zahnfreundlich e. V. (Berlin) die Ergebnisse dieses Studienteils zusammen.

Auch auf die Frage “Wissen Sie, was das Logo bedeutet?” bringen es 58 Prozent der Befragten, die das Zahnmännchen kennen, ganz richtig mit Produkten in Verbindung, die ohne Gefahr für die Zähne verzehrt oder getrunken werden können bzw. die keine Karies oder Erosionsschäden am Zahn verursachen. “Die Ergebnisse insgesamt unterstreichen die positive und leicht verständliche Botschaft des “Zahnmännchen”, das nicht nur zu den bekanntesten und am meisten verbreiteten Qualitätssiegeln gehört, sondern auch ein weltweit anerkanntes Beispiel für effektive Gesundheitskommunikation ist”, betont Prof. Zimmer.

Als fester Bestandteil der Ernährungsaufklärung begleitet das Logo bereits die Jüngsten vom Kindergarten an über die Schulzeit bis ins Erwachsenenalter und wirkt nachhaltig, wie die aktuelle Studie beweist. “Dieser Erfolg konnte nur durch die kontinuierliche Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit unseres gemeinnützig arbeitenden Vereins und durch die Unterstützung unserer Mitglieder – 650 Zahnarztpraxen, Prophylaxefachkräfte, Wissenschaftler und Gesundheitsorganisationen sowie von 27 Herstellern zahnfreundlicher Produkte bzw. von Oral Care-Unternehmen und Fördermitgliedern wie AXA – erreicht werden”, so der 1. Vorsitzende der Aktion zahnfreundlich.

Garant für Zahnfreundlichkeit

Der Bevölkerung dient das “Zahnmännchen” seit nunmehr fast 30 Jahren als Garantiemarke für zahnfreundliche Produkte – und als Orientierungshilfe. Denn im Gegensatz zu Auslobungen wie “zuckerfrei” oder “mit Xylit”, die sich lediglich auf die Zusammensetzung eines Lebensmittels beziehen und damit noch nichts über dessen (zahn-)gesundheitliche Eigenschaften aussagen, bezeugt das “Zahnmännchen” unmittelbar die zahnfreundliche Qualität eines Lebensmittels.

Hinter “Zahnmännchen”-Süßigkeiten stehen eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse und eine hoch entwickelte Lebensmitteltechnologie: Statt kariogenem Zucker enthalten sie Zuckeraustausch- und Süßstoffe oder zahnfreundliche Kohlenhydrate. Doch “Zuckerfreiheit” oder die Auslobung zahnfreundlich alleine reichen nicht für eine Auszeichnung mit diesem Qualitätssiegel: Voraussetzung dafür ist, dass in zwei unterschiedlichen und international anerkannten wissenschaftlichen Tests – der Plaque-pH-Telemetrie und dem Erosionstest – an unabhängigen zahnärztlichen Universitätsinstituten zunächst festgestellt werden muss, dass diese Produkte weder Karies noch Säureschäden an den Zähnen verursachen können.

Aktiv für die Zahn- und Mundgesundheit

Weil Kariesprophylaxe beim ersten Milchzahn mit der Zahnpflege und dem bewussten Umgang mit Zucker beginnt, fängt auch die Aufklärungsarbeit der Aktion zahnfreundlich bei Baby-Getränken an, setzt sich im Kindergarten, in Schulen und Fortbildungsmaßnahmen fort und wird durch die Kooperation mit Universitäten abgerundet. Dabei engagiert sich der Verein insbesondere für zahnfreundliche Ernährung und für den bewussten Umgang mit Zucker. Längst ist das Qualitätssignet über seine ursprünglich “süßen” Aufgaben hinauswachsen, ist auf Zahnpflegemitteln ebenso zu sehen, wie auf einem Beruhigungssauger, der sich als besonders zahn- und kieferfreundlich bewiesen hat!

Prof. Zimmer weist aber auch darauf hin, dass trotz der überzeugenden Studienergebnisse noch viel Aufklärungsarbeit notwendig ist: „Die meisten Menschen achten im Alltag leider nicht genügend auf eine zahngesunde Ernährung. Dabei kann man mit einfachen Maßnahmen viel erreichen, ohne dass man seine gesamte Ernährung der Zähne wegen umstellen müsste.”

Und auch bei den Generationen über 50 ist eine Reaktivierung des Wissens rund um das Zahnmännchen notwendig: “Gerade alternde und ältere Menschen leiden häufig unter Mundtrockenheit. Da ein Kaugummi aufgrund der Gebisssituation häufig nicht infrage kommt, helfen fruchtig schmeckende zahnfreundliche Bonbons, den Speichelfluss anzuregen.”