Diese Fragen werden den Experten der Aktion Zahnfreundlich häufig gestellt:

 

Frage: Meine Kinder naschen sehr gerne. Ich weiß aber, dass Zucker Karies verursacht. Sollte ich ihnen deshalb Süßes ganz verbieten?

Antwort: Nein.

Ein Verbot ist weder nötig noch sinnvoll. Kinder sind – wie auch Erwachsene – kaum bereit den Zähnen zu Liebe auf so attraktive Dinge wie Bonbons, Schokolade, süße Brotaufstriche, süße Milch-Erzeugnisse oder Getränke zu verzichten. Aber sie sollten lernen, vernünftig mit Süßem umzugehen. Denn nicht nur die zuckerhaltigen Naschereien zwischendurch verursachen Karies, auch viele unserer Hauptnahrungsmittel enthalten vergärbare Kohlenhydrate, die zur Kariesentstehung beitragen. Es ist aber logisch, dass deswegen weder Brot, Zeralien oder Teigwaren noch viele Obstsorten vom Speiseplan gestrichen werden.

Umso wichtiger ist es zu wissen, dass es für die Entstehung von Karies nicht so sehr darauf ankommt wie viel Zucker man isst, sondern wie häufig und wie lange er im Mund bleibt! Zucker wird nämlich von bestimmten Bakterien (Mikroorganismen) im Zahnbelag (Plaque) sofort in Säuren umgewandelt, die den Zahnschmelz angreifen – ihn entkalken (entmineralisieren). Wiederholt sich der Säureangriff mehrmals täglich, zum Beispiel durch häufige süße Zwischenmahlzeiten, bleibt für die natürliche Remineralisierung durch den Speichel nicht genügend Zeit. Es entsteht Karies, das “Loch im Zahn”. Das heißt: Zähne brauchen “zuckerfreie Erholungspausen”, damit der Speichel Zeit hat, die Säuren quasi zu neutralisieren, so dass die natürliche “Reparatur”, unterstützt durch Fluoride, stattfinden kann.

Tipps:

– Wer nur so ‘zwischendurch’ immer mal wieder Süßes in den Mund stecken will, sollte zu leckeren Alternativen greifen und Zahnfreundliches genießen!
– Kinder nur zu den Hauptmahlzeiten mit Zuckerhaltigem verwöhnen und danach die Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta gründlich putzen.
– Als Belohnung oder Überraschung keine Süßigkeiten, sondern Buntstifte, Bücher & Co. verschenken.

 

Frage: Ich bin ein totaler Schokofan und würde an manchen Tagen am liebsten eine ganze Tafel hintereinander wegessen. Aus Angst, dass meine Zähne darunter leiden, verteile ich dann Stückchen für Stückchen auf den ganzen Tag. Ich glaube das ist besser – oder?

Antwort: Nein.

Wenn der große Süßhunger unbedingt gestillt werden muss ist es besser, man isst in einem Rutsch Schokolade “bis zum Abwinken”. Dann produzieren die Mundbakterien zwar jede Menge zahnschädigende Säure, aber der Speichel kann diese bald wieder neutralisieren und für eine natürliche Remineralisierung des Zahnschmelzes sorgen. Voraussetzung für diesen “Heilungsprozess” ist allerdings, dass keine weiteren “Säureschübe” ausgelöst werden. Denn für die Kariesentstehung ist es nicht so wichtig, wie viel, sondern wie häufig die zahnschädigenden Säureattacken erfolgen. Angesehene Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass die Zähne fünf Angriffe pro Tag “verkraften” können – vorausgesetzt, sie werden täglich sorgfältig gepflegt und mit Fluoriden gestärkt. Wer also bereits täglich fünf kohlenhydrathaltige Mahlzeiten einplant hat, sollte entweder bei den Zwischenmahlzeiten auf Zuckerhaltiges und die geliebte Schokolade verzichten oder zu zahnfreundlichen Alternativen greifen.

Tipp: Zahnfreundliche Schokolade ist lecker, schadet den Zähnen aber nicht und darf deshalb auch Stückchen für Stückchen genossen werden! Erkennbar ist sie an dem lachenden Zahnmännchen mit Schirm.

 

Frage: Mein Apotheker hat mir für meine Kinder einen Hustensaft empfohlen, auf dem ein lachender Zahn mit Schirm abgebildet ist und das Wort “zahnfreundlich” steht. Was bedeutet das?

Antwort: Das “Zahnmännchen mit Schirm” ist ein international geschütztes Markenzeichen zur Kennzeichnung von Süßigkeiten sowie von ausgesuchten Produkten aus der Apotheke – z. B. Hustensäfte oder –bonbons und Mineralstoffpräparate -, die weder Zucker noch sonstige zahnschädigende Substanzen, wie beispielsweise Fruchtsäuren, enthalten und deshalb den Zähnen nicht schaden. Das Wort “zahnfreundlich” wird hinzugefügt, um die Bedeutung des Markenzeichens auch solchen Personen zu erklären, die das Qualitätssignet (noch) nicht kennen.

Tipp: Achten Sie auch bei Hustenbonbons auf das “Zahnmännchen mit Schirm”. Denn dann erreichen Sie gleich zwei Ziele: Sie tun nicht nur etwas gegen Ihren Husten, sondern gleichzeitig etwas für Ihre Zähne – die bleiben gesund, obwohl Sie möglicherweise einige Tage zum “Dauerlutscher” von Hustenbonbons werden.

 

Frage: Wenn zahnfreundliche Bonbons oder Schokolade keinen Zucker enthalten, schmecken die dann trotzdem gut und sind richtig süß?

Antwort: Ja.

Zahnfreundliche Süßwaren sind lecker und es gibt für jeden Geschmack etwas. Gesüßt werden die Produkte mit Zuckerersatzstoffen. Das sind Substanzen, die alle Zuckerarten in ihrer Funktion als Süßungsmittel ersetzen. Zu Zucker zählen übrigens alle Zuckerarten:
Rohrzucker/Haushaltszucker (weißer, raffinierter Zucker und brauner Rohzucker) = Saccharose
Fruchtzucker = Fruktose
Traubenzucker = Glucose
Malzzucker = Maltose
Milchzucker=Laktose.

Zuckerersatzstoffe werden in zwei Gruppen aufgeteilt, in

1. Süßstoffe

Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam, Thaumatin, Stevia und NHDC (Neohesperidin DC).
Sie sind sehr viel süßer als Zucker und quasi als Konzentrate zu betrachten – sie können nur in winzigen Mengen zum Einsatz kommen. Ihr Volumen ist sehr gering, deshalb sind sie zum Beispiel zum Backen nicht geeignet, da ihnen die Substanzmenge fehlt, die ein Kuchenteig beispielsweise durch Zucker erhält. Süßstoffe haben keine oder nur sehr wenige Kalorien.

2. Zuckeraustauschstoffe
Sorbit, Xylit, Mannit, Isomalt und Maltit etc. sind chemisch ähnlich wie Zucker. Sie schmecken – bis auf Xylit – in der Regel etwas weniger süß werden oft mit Süßstoffen aufgesüßt
haben “Körper”, enthalten aber zum Teil weniger Kalorien als Zucker können zur Herstellung von Backwaren verwendet werden können von den Mundbakterien schlecht oder nicht zu Säuren abgebaut werden ersetzen den Zucker und haben Kalorien.

Tipp: Die Bakterien im Mund wandeln alle Zuckerarten in Zahn schädigende Säuren um. Achten Sie auf “versteckten” Zucker, zum Beispiel in Honig, Nuss-Nougat-Creme, Marmelade, Tomatenketschup, Senf, Cola- und Kakao-Getränken sowie Fruchtsäften

 

Frage: Ist das “Zahnmänchen” einfach nur ein hübscher Werbegag oder kann man absolut sicher sein, dass Süßigkeiten mit dem Signet wirklich keine Zahnschäden verursachen?

Antwort: Ja.

Man kann ganz sicher sein. Denn “Zahnmännchen-Produkte” sind garantiert wissenschaftlich geprüft: Voraussetzung für die Auszeichnung “zahnfreundlich” sind strenge wissenschaftliche Tests an einem dafür qualifizierten zahnärztlichen Universitätsinstitut. Die Untersuchungen werden weltweit nach identischen Kriterien und auf der Basis eines genau fixierten Prüfverfahrens durchgeführt. Dabei wird wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen, dass die geprüften Produkte die Zähne nicht schädigen. Die Säurebildung in den Zahnbelägen kann man mit der so genannten “interdentalen Plaque pH-Telemetrie” messen. Sinken die in den Beläge gemessenen pH-Werte (negativer dekadischer Logarithmus der Protonenkonzentration; 0= extreme Säure, 14= extrem basisch, 7=neutral) während und bis 30 Minuten nach dem Verzehr einer Süßware nicht unter 5,7 ab, kann auch ein häufiger Verzehr dieses Produktes den Zahn nicht schädigen. Zahnfreundliche Süßwaren enthalten darüber hinaus aber auch so wenig Frucht- oder andere Säuren, dass selbst diese keine Schäden an der Zahnoberfläche verursachen. Diese zusätzliche Sicherheit erhält der Verbraucher durch den Erosions-Test.

 

Frage: Wenn ich ausschließlich zahnfreundliche Süßwaren esse, kann ich trotzdem Karies bekommen?

Antwort: Ja.

Unsere gesamte Nahrung ist mit unterschiedlichen Zuckerarten und anderen Kohlenhydraten durchsetzt, ohne sie wären wir gar nicht lebensfähig. Wissenschaftler empfehlen sogar, dass unsere Ernährung zu rund 50 bis 60 Prozent aus Kohlenhydraten bestehen sollte. Aus Stoffen also, die im Prinzip Karies verursachen können (Ausnahme: Ballaststoffe, die im allgemeinen zu den Kohlenhydraten gezählt werden). Das “Zahnmännchen mit Schirm” signalisiert im übrigen nicht, dass der Verzehr dieser Bonbons oder der Schokolade aktiv Karies verhütet, wie zum Beispiel Fluoride, sondern dass ihr Genuss keine Karies verursacht.

Tipp: Ihre Zahn- und Mundgesundheit können Sie durch vier Maßnahmen erhalten: Gesunde Ernährung (dazu gehört auch die Reduktion des Zuckerkonsums), tägliche Fluoridanwendung, tägliche und sorgfältige Zahnpflege und den halbjährlichen Besuch beim Zahnarzt.

 

Frage: Ich lese auf vielen Süßwaren oder auf Kaugummi “zuckerfrei”. Ist das nicht dasselbe wie “zahnfreundlich”?

Antwort: Nein.

Süßwaren gehören nach dem Gesetz zu Lebensmitteln. Lebensmittelrechtlich heißt zuckerfrei nur „ohne Zusatz von Saccharose” (Haushaltszucker), denn das entsprechende Gesetz definiert nur Saccharose als Zucker. Trotz der Deklaration “zuckerfrei” können Lebensmittel natürliche “Zuckerarten” wie Glukose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker), Maltose (Malzzucker) oder Laktose (Milchzucker) enthalten. Auch diese Zucker werden von bestimmten Mundbakterien in Säure umgewandelt und führen letztendlich zu Kariesschäden. So enthalten z. B. alle Milchprodukte Laktose, die mikrobiell zu Säuren verstoffwechselt werden kann. Die Kennzeichnung “zuckerfrei” oder “hergestellt unter Verwendung des Zuckeraustauschstoffes XY” sagt deshalb noch nichts über die Zahnfreundlichkeit der Produkte aus!

Tipp: Wenn Sie sicher sein wollen, dass Ihre süßen Naschereien ohne Folgen für Ihre Zähne bleiben, achten Sie auf das lachende „Zahnmännchen mit Schirm”. Es gibt bereits weiter über 100 Produkte, die mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet wurden – vom Kaugummi über Bonbons, Lollis und Karamellen bis hin zur Schokolade.

 

Frage: Machen zahnfreundliche Süßwaren das Zähneputzen überflüssig?

Antwort: Nein.

Da unsere gesamte Nahrung reich an leicht und weniger leicht vergärbaren Kohlenhydraten ist, kann auf das Zähneputzen und die zusätzliche Anwendung von Fluoriden keinesfalls verzichtet werden. Das Fitness-Programm für Zähne und Zahnfleisch heißt immer: Täglich nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen die Zahnbeläge und Speisereste gründlich wegputzen. Fluoridierte Zahnpasta und eine Zahnbürste mit abgerundeten Kunststoffborsten verwenden.

Tipp: Zahnfreundliches Kaugummi ist eine tolle Zahnpflege für unterwegs oder zwischendurch und sorgt zusätzlich für appetitlich-frischen Atem.

 

Frage: Was muss ich mir eigentlich unter der Aktion Zahnfreundlich vorstellen, gibt es da auch jemanden, den ich Fragen kann?

Antwort: Ja.

Die Aktion Zahnfreundlich e.V. ist eine gemeinnützige Vereinigung von Wissenschaftlern, Zahnärzten, Ärzten, Prophylaxe-Assistentinnen, Ernährungsberatern, Vertretern der Krankenkassen und der Industrie sowie von Privatpersonen. Sie wurde 1985 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit über die Zusammenhänge zwischen Zahngesundheit und Ernährung aufzuklären und eine gesunde Ernährungsweise zu fördern. Im übrigen sorgt die Aktion Zahnfreundlich dafür, dass nur wissenschaftlich geprüfte Produkte mit dem Qualitätssignet „Zahnmännchen“ ausgezeichnet sind.

Fragen am besten an:

Aktion Zahnfreundlich e.V.
Bismarckstraße 83
10627 Berlin
info@zahnmaennchen.de

Das Zahnmännchen-Team leitet die Anfrage je nach Inhalt an den entsprechenden Experten weiter.

Tipp: Auf unserer Website unter „Service – Zahnarztsuche“ finden Sie Zahnarztpraxen, in denen nicht nur Prophylaxe ganz groß geschrieben wird, sondern auch die Ernährungsberatung einen besonderen Stellenwert hat.

 

Frage: Ich kenne zwar das Zahnmännchen, aber wo bekomme ich die Süßwaren?

Antwort: Ganz einfach.

Sie werden im gut sortierten Lebensmittelhandel, in Supermärkten, Apotheken und Drogeriemärkten, an Kiosken und Tankstellen angeboten. Alleine in Deutschland gibt es über 100 zahnfreundliche Bonbons, Kaugummis, Schokolade, Karamellen, Lutscher sowie Husten- und Mineralstoffprodukte.

Tipp: Auf vielen Boxen oder Beuteln ist das knallrote Zahnmännchen auf der Vorderseite zu sehen. Manchmal aber auch auf der Rückseite. Also: Genau hinschauen, denn nur wenn das Zahnmännchen mit Schirm drauf ist, kann man sicher sein, dass auch Zahnfreundliches drin ist!

 

Frage: In Schokolade ist nicht nur Zucker sondern auch Milch, also auch Milchzucker. Demnach kann es doch keine richtig zahnfreundliche Schokolade geben – oder?

Antwort: Doch.

Übliche Milchschokolade wird im wesentlichen aus Kakaomasse, Kakaobutter, Zucker und Vollmilchpulver hergestellt. Deshalb muss bei einer zahnfreundlichen Schokolade nicht nur der Zucker durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt werden, sondern auch das Milchpulver. Da auch Milchpulver Lactose enthält, wird dieser Milchzucker in einem aufwändigen technologischen Verfahren gegen ein sprühgetrocknetes Milchpulversubstitut (Lactit) ausgetauscht, so dass die zahnfreundliche Schokolade schmeckt wie eine “ganz normale”.

Tipp: Wie jede Schokolade nimmt auch die zahnfreundliche Temperaturen über 30 Grad übel – sie ändert ihre appetitliche Schokobräune und wird blass. Gönnen Sie der Zahnmännchen-Schokolade bei Sommerhitze einen kühlen Platz – um die 16 Grad wäre absolut ideal.

 

Frage: Ich mag keine Bonbons und auch keine Schokolade. Gibt es auch zahnfreundliche Lebensmittel oder Kekse?

Antwort: Nein.

Kekse bestehen hauptsächlich aus Mehl und Zucker, also aus Kohlenhydraten. Diese können aus unterschiedlichen Gründen nicht komplett durch Bestandteile ersetzt werden, die keine Karies verursachen. Abgesehen davon, dass schon die Lebensmittel-Technologie die Verwendung von Zuckeraustauschstoffen begrenzt, ist es auch nicht möglich sie in beliebigen Produkten und in unbegrenzter Menge einzusetzen. Hinzu kommt, dass in Deutschland bzw. in der EU Zuckerersatzstoffe auf bestimmte Mengen(anteile) bzw. Produktgruppen beschränkt sind. Schließlich haben bestimmte Zuckersatzstoffe, wenn sie in großen Mengen verzehrt werden, hin und wieder Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt, sie können z. B. Blähungen oder im Extremfall auch Durchfall verursachen.

Allein der hohe Zuckeranteil bei Keksen (rund 30 Prozent) dürfte durch Zuckeraustauschstoffe wie beispielsweise Sorbit, Xylit, Isomalt oder Maltit etc. nicht ersetzbar sein, da bei einem so hohen Anteil eine laxierende (abführende) Wirkung auftreten könnte.

Tipp: Auch wenn man zahnbewusst leben will, sind zuckerhaltige Kekse nicht „verboten”. Nach ihrem Verzehr sollten die Zähne aber gründlich von allen Seiten geputzt und besonders die Zahnzwischenräume von Keksresten befreit werden. Im übrigen gilt sowohl für zahnfreundliche Süßwaren als auch für zuckerhaltige: Genuss hat nichts mit großen Mengen zu tun!

 

Frage: Kann man erkennen, ob ein Produkt möglicherweise Durchfall verursacht?

Antwort: Ja.

Enthält eine Süßware mehr als 10 Prozent Zuckeraustauschstoffe, muss auf ihrer Verpackung deutlich lesbar der Hinweis angebracht werden: Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Man kann dann selbst herausfinden, wie viel man problemlos essen kann. Eine allgemein gültige Aussage zur Menge lässt sich nicht machen, da jeder Mensch individuell unterschiedlich reagiert. Besondere Sensibilitäten spielen dabei genauso eine Rolle wie Gewicht und Alter. Als Schwellenwerte für eine laxierende Wirkung dürften pro Tag für Sorbit 50 g, für Xylit 50 bis 70 g, für Mannit 10 bis 20 g und für Isomalt zwischen 20 und 30 g gelten. Bei regelmäßigem Verzehr werden auch größere Mengen problemlos gegessen werden.

Tipp: Wie beim normalen Essen gilt auch bei zahnfreundliche Süßwaren: es gibt Kinderportionen und Portionen für Erwachsene. Grundsätzlich sollten kleine Kinder weder zuckerhaltige noch zahnfreundliche Süßwaren unkontrolliert “in sich hineinstopfen”.

 

Frage: Wenn Zuckerersatzstoffe nicht beliebig eingesetzt werden dürfen heißt das, es gibt gesundheitliche Risiken?

Antwort: Nein.

Voraussetzung für die Empfehlung zahnfreundlicher, mit Zuckerersatzstoffen gesüßter Süßwaren ist selbstverständlich, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind. Süßwaren mit dem beschirmten Zahnmännchen werden nur aus Substanzen hergestellt, die zur Verwendung in Lebensmitteln ausdrücklich zugelassen sind. Nur bei übermäßigem Verzehr können abführende oder blähende Wirkungen auftreten.
Bei Süßstoffen sollte eine Überdosierung generell vermieden werden. Für sie wurden in der EU Höchstmengen je Kilogramm Körpergewicht pro Tag festgelegt: Saccharin 2,5 mg, Aspartam bis 40 mg, Acesulfam bis 15 mg. Diese Höchstmengen enthalten einen hohen Sicherheitsfaktor und sind für den lebenslangen, täglichen Verzehr berechnet.

Tipp: Lesen Sie die Inhaltsangaben auf den Verpackungen, dann ist es ganz leicht, z. B. Überdosierungen bei Süßstoffen von vornherein auszuschließen. Nichts ist leichter als die äußerst selten auftretenden „Nebenwirkungen” auf den Magen- und Darmtrakt zu vermeiden: Stillen Sie genussvoll Ihre Lust auf Süßes! Riesig sollte nur Ihr Vergnügen daran sein – denn übermäßiges Essen hat fast immer irgendwelche Auswirkungen – mal auf die Figur und mal auf den Magen oder den Darm.

 

Frage: Muss man Angst vor “unerfreulichen Nebenwirkungen” haben, wenn man eine Tafel zahnfreundliche Schokolade ist?

Antwort: Nein.

Auf allen Lebensmitteln, die mehr als 10 Prozent Zuckeralkohole enthalten (haben nichts mit dem normalen Alkohol zu tun), muss der Hinweis stehen “Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken”. Sorge um eine möglicherweise abführende Wirkung der Zuckeralkohole, die meist als Zuckeraustauschstoffe eingesetzt werden, sind unnötig: In zahnfreundlicher Schokolade werden weniger als 10 Prozent Zuckeralkohol sowie die kaum laxierend wirkende Polydextrose (aus Traubenzucker) eingesetzt. Im allgemeinen vertragen Verbraucher etwa 20 g Zuckeralkohole pro Tag ohne Probleme.

Tipp: Um jede Unsicherheit zu vermeiden, bieten Sie kleineren Kindern zunächst Schokolade nur stückchenweise an, später kann die Portion auch einen Riegel pro Tag heißen, und nach einer Gewöhnungsphase darf auch der Riegel größer werden. So können Sie am besten feststellen wie die Kleinen reagieren – übersensibel oder normal.

 

Frage: Enthalten Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe Kalorien?

Antwort: Ja und Nein.

Die Zuckeraustauschstoffe Mannit, Maltit, Sorbit und Xylit haben einen Energiewert von ca. 2 kcal/g.

Süßstoffe haben in der Regel keine Kalorien (kcal), mit einer Ausnahme: Aspartam – allerdings in einer zu vernachlässigenden Menge: ca. 2 kcal/g.

 

Frage: Dürfen Diabetiker zahnfreundliche Süßwaren essen?

Antwort: Ja

Zahnfreundliche Süßwaren mit den Zuckeraustauschstoffen Isomalt, Mannit, Sorbit und Xylit sind für die Diabetiker-Diät geeignet: Sie werden weder zu Glucose abgebaut noch über das Insulin reguliert.

Tipp: Achten Sie grundsätzlich auf die Herstellerangaben.

Verbote bringen nichts

*** Wer nur so 'zwischendurch' immer mal wieder Süßes in den Mund stecken will, sollte zu leckeren Alternativen greifen und Zahnfreundliches genießen!
*** Kinder nur zu den Hauptmahlzeiten mit Zuckerhaltigem verwöhnen und danach die Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta gründlich putzen
*** Als Belohnung oder Überraschung keine Süßigkeiten, sondern Buntstifte, Bücher & Co. verschenken.