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Karies gilt als häufigste bakterielle "Infektionskrankheit", 95 Prozent aller Europäer sind von ihr betroffen. Dabei könnte eine Umstellung der Ernährung dieser "Volksseuche" einiges entgegensetzen: Ohne Zucker fehlt den Karies verursachenden Bakterien die Lebensgrundlage. Ohne diesen Energielieferanten können sie auch keine zerstörerischen Säuren produzieren. Doch Menschen, die bewusst ihren Zuckerkonsum minimieren wollen, haben es schwer: Viele Lebensmittel enthalten versteckte Zucker, die zwar deklariert sind, aber selten in den Produkten vermutet werden. Senf, Ketchup, Wurst, Suppen oder Salatsaucen sind häufig mit Zucker "verfeinert" worden. Aber auch viele Naturprodukte enthalten Zucker, der den Zähnen zusetzt. Fruchtsäfte, Trockenfrüchte und Honig haben ein enormes Potenzial, Karies zu fördern.
Wer Süßes liebt, muss dennoch nicht verzichten: Eine ganze Palette an Zuckerersatzstoffen sorgt für den "lieblichen" Geschmack von Snacks, Getränken und Leckereien. In vielen Produkten im Supermarktregal finden sich entweder Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe.
Süßstoffe haben so gut wie keine Kalorien sind um ein vielfaches süßer als Haushaltszucker und eignen sich optimal zur Ernährung bei Diabetes. In der EU sind momentan acht Süßstoffe zugelassen.
[...Übersicht der Süßstoffe]
Zuckeraustauschstoffe hingegen sind weniger süß als herkömmlicher Zucker und haben einen Brennwert (Kalorien). Den Insulinspiegel beeinflussen sie jedoch nur minimal, sodass Austauschstoffe auch von Diabetikern problemlos konsumiert werden können. Da sie hitzebeständig sind, eignen sie sich gut zum Kochen und Backen. Wer große Mengen an Austauschstoffen zu sich nimmt, könnte eine leicht abführende Wirkung verspüren. Denn zum Teil gelangt der Zuckerersatz unverändert bis in den Dickdarm und bindet dort Wasser.
[...Übersicht der Zuckeraustauschstoffe]
Zuckerersatzstoffe liefern Kariesbakterien keine Energie und werden nicht zu Säuren umgebaut. Sie gelten daher als wenig "kariogen".
Doch Vorsicht: Nicht jedes zuckerfreie Produkt ist zwangsläufig auch gut für die Zähne! Nur ein wissenschaftlicher Test kann die Unbedenklichkeit eines lebensmittels zweifelsfrei nachweisen. [...mehr]
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