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Wissenschaftlicher Test auf Zahnfreundlichkeit

Testperson mit Messelektroden im Mund

Ob Lebensmittel den Zähnen Schäden zufügen können, lässt sich nur in einem kontrollierten Praxistest mit wissenschaftlichen Methoden ermitteln. Dazu erhalten ausgewählte Versuchspersonen, die für einen längeren Zeitraum pH-Messelektroden zwischen den Zähnen tragen, ein Testprodukt. pH-Elektrode für Messungen im Mundraum
Anhand der Änderungen des pH-Werts nach dem Verzehr des Produkts entscheidet sich, ob ein Lebensmittel als zahnfreundlich eingestuft werden kann und dafür mit dem Zahnmännchen-Siegel ausgezeichnet wird.
Bestehen können nur Produkte, die weder Karies auslösen noch zu Schmelzerosionen führen.

Test auf Kariogenität
Grafik zum pH-Wert-Verlauf

Bakterien verstoffwechseln bestimmte Bestandteile der Nahrung zu gefährlichen Säuren - leicht kann es so zu einem Kariesschaden kommen. Nur wenn nach dem Essen eines Lebensmittels der pH-Wert im Zahnbelag (Plaque) nicht unter den kritischen Wert von 5,7 fällt, kann ein Kariesrisiko ausgeschlossen werden.
Mit der so genannten "Intra-Oralen-Plaque-Telemetrie" hat das Prüfer-Team ein genaues Messverfahren, um pH-Wert-Änderungen im Mundraum zu beobachten. Eine mit bakteriellen Zahnbelag benetzte Messelektrode im Mund der essenden Testperson zeichnet den Verlauf der pH-Wert-Entwicklung im Plaque auf. Untersuchte Produkte bestehen den Test nur, wenn über einen Zeitraum von 30 Minuten nach Nahrungsaufnahme der pH-Wert höher als 5,7 bleibt.

Schäden durch Erosion?
Jungen machen Kaugummiblasen

Eine weitere Elektrode im Mund der Testperson ist frei von Plaque. Diese bestimmt die direkte Säurewirkung von Lebensmitteln. Denn einige Produkte werden zwar ohne Zucker hergestellt, enthalten aber zur Konservierung oder als Aromastoffe Säuren. Diese können für Erosionen am Zahnschmelz verantwortlich sein, wenn der pH-Wert für einen längeren Zeitraum stark abfällt. Anhand eines festgelegten Grenzwerts wird entschieden, ob ein Produkt als schädlich eingestuft wird oder nicht.

Weltweit wird der Test für zahnschonende Produkte nur an drei Universitäten (Witten/Herdecke, Zürich und Tokio) durchgeführt. Die Begriffe zahnfreundlich und zahnschonend sind nicht geschützt, das Zahnmännchen-Signet hingegen dürfen nur Produkte tragen, die beide oben beschriebenen Prüfungen erfolgreich absolviert haben. Hersteller erhalten für die getesteten Artikel ein Zertifikat.


Details zum Test

Sie interessieren sich für eine detailliertere Beschreibung der Testmethode? Den genauen Versuchsaufbau und sämtliche Parameter können Sie sich hier ansehen. [mehr]