Süßstoffe

Süßstoffe haben so gut wie keine Kalorien sind um ein vielfaches süßer als Haushaltszucker und eignen sich optimal zur Ernährung bei Diabetes. In der EU sind momentan acht Süßstoffe zugelassen.

Übersicht der Süßstoffe

Name E-Nummer Süßkraft im Vergleich zu Rohrzucker Energie (kcal/g) Bemerkungen
Acesulfam (E 950) 130-200 0 gut löslich; hitzebeständig
Aspartam (E 951) 200 0 Zerfällt im sauren Bereich; Kaum hitzebeständig; Die WHO empfiehlt Erwachsenen eine Höchstdosis von 140 Tabletten pro Tag
Aspartam:Acesulfam (1:1) 350 0
Cyclamat (E 952) 30-50 0 gut löslich; gut hitzebeständig; Die WHO empfiehlt eine tägliche Höchstdosis von 19 Tabletten; Darf nur noch energieverminderten Erfrischungsgetränken zugesetzt werden.
Saccharin (E 954) 300-500 0 Löst sich schlecht im kalten Wasser; Zerfällt im sauren Bereich; Die WHO empfiehlt Erwachsenen eine Höchstdosis von 22 Tabletten
Stevia (E 960) 70 – 300 0 Bis zu einer Tageszufuhr von 4 mg pro kg Körpergewicht gilt Steviol als unbedenklich
Sucralose (E 955) 600 0
Thaumatin (E 957) 2000-3000 0
Neohesperidin (E 959) 400-600 0

Voraussetzung für die Empfehlung zahnfreundlicher, mit Zuckerersatzstoffen gesüßter Süßwaren zur Kariesbekämpfung ist natürlich ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit. Produkte mit „Zahnmännchen“ werden nur aus Substanzen hergestellt, die zur Verwendung in Lebensmitteln ausdrücklich zugelassen sind.

Überdosierung

Bei Süßstoffen sollte eine Überdosierung generell vermieden werden; für sie wurden in der EG Höchstmengen je Kilogramm Körpergewicht pro Tag festgelegt:

Saccharin 2,5 mg, Cyclamat 11 mg, Aspartam bis 40 mg, Acesulfam bis 15 mg. Diese Höchstmengen enthalten einen hohen Sicherheitsfaktor und sind für den lebenslangen, täglichen Verzehr berechnet.

 

Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe sind weniger süß als herkömmlicher Zucker und haben einen Brennwert (Kalorien). Den Insulinspiegel beeinflussen sie jedoch nur minimal, sodass Austauschstoffe auch von Diabetikern problemlos konsumiert werden können. Da sie hitzebeständig sind, eignen sie sich gut zum Kochen und Backen. Wer große Mengen an Austauschstoffen zu sich nimmt, könnte eine leicht abführende Wirkung verspüren. Denn zum Teil gelangt der Zuckerersatz unverändert bis in den Dickdarm und bindet dort Wasser.

Übersicht der Zuckeraustauschstoffe

Name E-Nummer Süßkraft im Vergleich zu Rohrzucker Energie (kcal/g) Empfohlene Höchstmenge pro Tag

Erythrit

Isomalt

(E 968)

(E 953)

60 – 80 %

0,5 – 0,6

0,2

2,4

keine Angabe

20 – 30 g

Isomaltulose (xxx) 0,5 4 keine Angabe
Lactit (E 966) 0,4 2,4 keine Angabe
Maltit (E 965) 0,9 2,4 keine Angabe
Mannit (E 421) 0,4 2,4 10 – 20 g
Sorbit (E 420) 0,5 2,4 50 g
Xylit (E 967) 1,0 2,4 50 – 70 g

Bei übermäßigem Verzehr von Süßwaren / Kaugummi mit Zuckeraustauschstoffen kann eine so genannte „unerwünschte Nebenwirkung“ auftreten: eine Laxation (abführende Wirkung).

Die von Wissenschaftlern und Herstellern empfohlene Höchstmengen pro Tag sollten als Anhaltswerte und nicht unbedingt als allgemein gültig verstanden werden. Denn wie bei allem, was gegessen oder getrunken, wird: ein empfindlicher Organismus reagiert häufig labiler als der normal stabile Organismus. D. h.: Auch geringere Gesamtmengen Zuckeraustauschstoffe pro Tag können bei empfindlichen reagierenden Menschen bereits zu dieser unerwünschten Nebenwirkung führen. Welche Mengen man problemlos genießen kann, sollte deshalb jeder individuell für sich feststellen.

Voraussetzung für die Empfehlung zahnfreundlicher, mit Zuckerersatzstoffen gesüßter Süßwaren zur Kariesbekämpfung ist natürlich ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit. Produkte mit „Zahnmännchen“ werden nur aus Substanzen hergestellt, die zur Verwendung in Lebensmitteln ausdrücklich zugelassen sind.

Untersuchungen der in Süßwaren verwendeten Zuckeraustauschstoffe ergaben, dass diese toxikologisch unbedenklich sind. Deshalb befand es der zuständige Gemeinsame Fachausschuss der FAO / WHO für Nahrungsmittelzusätze nicht für erforderlich, Höchstmengen für die zulässige Aufnahme pro Tag (ADI-Wert) festzulegen. Auch der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Gemeinschaft erklärte die genannten Zuckeraustauschstoffe als für die Verwendung in Lebensmitteln geeignet, allerdings mit dem Hinweis, dass bei hohen Verzehrsmengen Laxationen (abführende Wirkungen) auftreten können.

Kann man erkennen, ob eine Süßware möglicherweise Durchfall erzeugen kann?

Ja, das kann man. Enthält eine Süßware mehr als 10 Prozent Zuckeraustauschstoffe, muss auf ihrer Verpackung deutlich lesbar der Hinweis „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ angebracht werden. Liegt der Anteil an Zuckeraustauschstoffen unter 10 Prozent ist dieser Hinweis nicht erforderlich.

Bei welchen Verzehrsmengen können Laxationen auftreten?

Zu dieser Frage wurden zahlreiche Verträglichkeitsstudien durchgeführt. Es zeigten sich dabei aber sehr große individuelle Schwankungen beim Auftreten von Laxationen und Blähungen, so dass keine allgemein gültigen Aussagen gemacht werden können.